Was passiert wenn Eisen rostet? Experiment

Was passiert wenn Eisen rostet? Experiment

Normalerweise ist Eisen grau und glänzt. Es ist ein typisches Metall. Aber wenn es feucht wird, verändert es sich. Es bekommt eine rotbraune Schicht, die auch nicht mehr glänzt.
Was passiert dabei? Das könnt ihr in diesem Chemie Experiment mit Eisenwolle ausprobieren.

  • Was ihr dazu braucht: Eisenwolle, Trinkglas, tiefer Teller, Wasser
  • Schwierigkeitsgrad: einfach und ungefährlich
  • Altersempfehlung: ab fünf Jahren


Hier geht's zum "Eisenwolle rostet" Videoexperiment:



So geht das "Eisenwolle rostet" Experiment:

Für dieses Experiment braucht ihr Eisenwolle oder auch Stahlwolle genannt. Die gibt's im Baumarkt und sie ist eigentlich zum Reinigen von hartnäckigen Verschmutzungen gedacht. Achtet darauf, dass die Eisenwolle keine Seife enthält, sonst funktioniert es nicht.

Schaut euch die Eisenwolle mal genau an, wie sieht sie aus?
Eine handvoll davon zupft ihr auseinander und haltet sie unter den Wasserhahn, damit sie schön feucht wird. Dann lasst ihr sie wieder abtropfen. Die nasse Eisenwolle stopft ihr dann nicht zu fest in ein schmales Wasserglas.

Das Wasserglas mit der Eisenwolle stellt ihr auf einen tiefen Teller mit Wasser.
Vielleicht erinnert euch das an ein ähnliches Experiment, das wir euch hier schon mal gezeigt haben.

Jetzt braucht ihr etwas Geduld. Das Ganze dauert einige Tage. Beobachtet das Experiment aufmerksam und schaut, wie sich die Eisenwolle verändert und was mit dem Wasser auf dem Teller passiert ist.

eisen rostet, Sauerstoff wird verbraucht, es entsteht ein Unterdruck im Glas


Was passiert in diesem Experiment und warum ist das so?

Eisen ist ein typisches Metall. Es hat eine graue Farbe und glänzt. Die Eisenwolle besteht aus ganz dünnen Fäden von Eisen.

Wenn Eisen nass wird und eine Weile stehen bleibt, verändert es sich. Die Farbe wird rotbraun. Das Eisen ist verrostet. Die Farbe nennt man auch rostrot.

Aber was ist rosten? Das ist eine chemische Reaktion von Eisen mit dem Sauerstoff aus der Luft. Das ist so ähnlich wie Verbrennen. Auch beim Verbrennen verbinden sich (reagieren wie der Chemiker sagt) die Dinge (zum Beispiel ein Zündholz) mit dem Sauerstoff aus der Luft. Das passiert aber ziemlich schnell, es wird heiß und es gibt eine Flamme, also ein Feuer.

Rosten ist sozusagen eine kalte Verbrennung. Dabei verbindet sich das Eisen - ein chemisches Element - mit dem Sauerstoff der Luft und bildet eine chemische Verbindung nämlich Eisenoxid. Ihr habt eine langsame chemische Reaktion beobachtet.

Dass der Luftsauerstoff dabei verbraucht wird, könnt ihr daran erkennen, dass Wasser in das Glas gestiegen ist. Es ist ein Unterdruck entstanden und der wurde durch das Wasser ausgeglichen.

Wenn Eisen rostet, wird der Sauerstoff der Luft verbraucht. Dadurch entsteht ein Unterdruck im Glas. Der Unterdruck wird durch einströmendes Wasser ausgeglichen.


Warum habt ihr die Eisenwolle vorher nass gemacht? Ohne Wasser geht es nicht. Denn Wasser spielt bei dieser chemischen Reaktion auch eine Rolle. Es ist ein Lösungsmittel. Das Wasser wird dabei aber nicht verändert oder verbraucht, es vermittelt aber sozusagen die Reaktion zwischen Eisen und Sauerstoff. Ein Lösungsmittel braucht man ganz oft bei chemischen Reaktionen bei denen feste Stoffe - wie hier das Eisen - beteiligt sind.

Wir haben das Experiment mit Eisenwolle gemacht, weil es durch die dünnen Fäden eine sehr große Oberfläche hat. Die Reaktion mit Sauerstoff geht dadurch schneller und der Sauerstoff im Glas wird vollständig verbraucht.

Dass Eisenwolle auch richtig verbrennen kann, haben wir euch hier schon mal gezeigt.






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