Wenn der Kerze die Luft ausgeht - Experiment für Kinder

Wenn der Kerze die Luft ausgeht - Experiment für Kinder

Zum Brennen brauchen Kerzen Luft. Das wisst ihr wahrscheinlich schon. Was passiert, wenn der Kerze beim Brennen die Luft ausgeht, das könnt ihr hier ausprobieren. Die Kerze geht nämlich nicht nur aus, sondern es passiert noch etwas anderes und das hat mit den Verbrennungsprodukten zu tun. Denn es entsteht auch noch Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid. Hier gibt's eine Menge zu beobachten. Probiert´s aus.

  • Was ihr dazu braucht: ein Teelicht, ein Feuerzeug, ein Glas, einen Teller, Wasser und die Hilfe eines Erwachsenen. Für das Flaschenexperiment braucht ihr eine kleine Tortenkerze und ein Stück Knete auf dem ihr die Kerze aufstellen könnt sowie eine Glasflasche
  • Schwierigkeitsgrad: einfach, mit Hilfe eines Erwachsenen
  • Altersempfehlung: ab fünf Jahren.

Hier das "Unterdruck mit Kerze" Video:


Und so geht das "Unterdruck mit Kerze" Experiment

Dieses Experiment sind eigentlich drei Experimente. Ihr startet ganz einfach. Zündet ein Teelicht an und stülpt ein Trinkglas darüber. Beobachtet genau was passiert.

Die Kerze erlischt unter dem Glas schnell.


Als nächstes wiederholt ihr das Experiment auf einem tiefen Teller. Füllt vorher etwas Wasser auf den Teller. Stellt das Teelicht ins Wasser, zündet es an und stülpt wieder das Glas darüber. Hier passiert im Prinzip das gleiche, aber es gibt mehr zu sehen.

Wasserdampf kondensiert und Wasser steigt in das Glas.


Als letztes könnt ihr das Ganze noch einmal wiederholen, aber diesmal mit einem größeren Gefäß als einem Trinkglas. Zum Beispiel mit einer hohen Vase oder einer Flasche, sowie wie wir es im Video gemacht haben.

In einer Flasche brennt die Kerze Länger und mehr Wasser steigt in die Flasche.


Was passiert in diesem Experiment und warum ist das so?

Unter einem Trinkglas kann die Kerze nicht lange brennen. Nach ein paar Sekunden geht sie aus. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, dass das Glas beschlagen ist. Ein feiner Wasserfilm ist an der Innenwand des Glases entstanden.
Wenn ihr das Ganze auf einem tiefen Teller mit Wasser wiederholt, seht ihr, dass das Wasser in das Glas steigt, kurz bevor die Kerze erlischt. Das Teelicht wird wie von einem Aufzug nach oben geschoben.
Mit einem größeren Gefäß brennt die Kerze eine Weile länger. Aber auch hier erlischt sie nach einer Weile und es steigt Wasser in das Gefäß.

Beim Brennen der Kerze verbraucht die Flamme den Sauerstoff in der Luft. Den braucht sie nämlich zum Brennen. Aber es passiert noch etwas anderes, dass ihr zunächst nicht sehen könnt. Durch die Verbrennung entstehen nämlich noch Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf. Das sind die Verbrennungsprodukte des Kerzenwachses. Der Wasserdampf schlägt sich als feiner Kondenswasserfilm auf der Innenseite der Gefäßwand ab. Wasserdampf kondensiert also zu Wasser. Das Wasser braucht aber viel weniger Platz als der Dampf. Dadurch entsteht ein Unterdruck in dem Gefäß. Der Unterdruck wird dadurch ausgeglichen, dass das Wasser in das Gefäß steigt. Manchmal könnt ihr lesen, dass der Grund den Unterdruck das Verbrauchen des Sauerstoffs ist, aber das stimmt nicht.

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