Spürt den Druck! Wie fühlt sich Wasser an?

Spürt den Druck! Wie fühlt sich Wasser an?

Wenn man kleine Kinder fragt: „wie fühlt sich Wasser an?“, dann sagen sie vielleicht „nass“ oder „kalt“. Denn das ist die typische Empfindung. Das Wasser benetzt die Haut und kühlt sie dadurch ab. Aber es gibt noch eine andere Eigenschaft von Wasser, nämlich den Wasserdruck. Das Gewicht des Wassers erzeugt Druck und den kann man mit einem einfachen Trick spüren. Das Ergebnis ist sehr verblüffend. Das müsst ihr mal ausprobieren.

  • Was ihr dazu braucht: hohe Schüssel oder Eimer mit Wasser, dünnen Folienbeutel (Frühstücksbeutel)
  • Schwierigkeitsgrad: einfach und ungefährlich
  • Altersempfehlung: ab vier Jahren

Hier geht's zum "Druck spüren" Videoexperiment:

So geht das "Spürt den Druck" Experiment:

Füllt eine hohe Schüssel oder einen Eimer mit Wasser. Wichtig ist, dass das Wasser so hoch steht, dass ihr eure ganze Hand eintauchen könnt.

Jetzt taucht mal mit der Hand ins Wasser. Wie fühlt sich das an? Zieht die Hand wieder aus dem Wasser und bewegt sie ganz langsam und dann etwas schneller in der Luft. Beschreibt eure Empfindung.

Wasser fühlt sich nass und kalt an.


Trocknet die Hand wieder ab und streift euch einen dünnen Folienbeutel (Frühstücksbeutel) über die Hand. Spreizt die Finger ab und geht jetzt wieder ganz langsam mit der Hand ins Wasser. Passt auf, dass dabei das Wasser nicht in euren Folienhandschuh läuft. Wie fühlt sich das jetzt an?

Mit einem Folienhandschuh, könnt ihr den Druck des Wassers spüren.


Und noch ein Zusatzexperiment: formt eine Faust, steckt wieder den Folienbeutel über die Faust und geht wieder ins Wasser. Versucht jetzt mal unter Wasser die Faust wieder zu öffnen. Was passiert?

Der Wasserdruck ist so hoch, dass ihr euch kaum aus der Faust befreien könnt.


Was passiert bei diesem Experiment und warum ist das so?

Wenn ihr die Hand ins Wasser taucht, fühlt sich das Wasser vielleicht warm oder kalt an, je nachdem welche Temperatur es hat. Und es ist natürlich irgendwie nass.
Das liegt daran, dass das Wasser die Haut benetzt. Es klebt sozusagen ein wenig auf der Haut und tropft langsam ab.

Wenn ihr die nasse Hand dann bewegt, fühlt es sich noch kälter an. Das liegt daran, dass durch den Luftzug der Bewegung das Wasser verdunstet und dabei der Hand Wärme entzieht. Die Hand kühlt sich dabei ab.

Wasser fühlt sich also irgendwie nass an und die nasse Hand fühlt sich kalt an, wenn es windig ist. Das kennt ihr vielleicht vom Schwimmbad, wenn ihr aus dem Wasser steigt. Dann friert ihr sehr schnell. Das nennt man auch Windchill-Effekt.

Ganz anders fühlt sich das Wasser an, wenn ihr den Folienbeutel über der Hand habt. Denn jetzt spürt ihr den Druck, den das Wasser macht. Das Wasser hat ein eigenes Gewicht.
1 l Wasser wiegt 1 kg. Mit dem Gewicht drückt das Wasser auf eure Hand. In diesem Experiment drückt das Wasser auf die Folie und genau das könnt ihr spüren.
Die Finger sehen dabei aus wie die Würstchen in einer Vakuumsverpackung. Jetzt wisst ihr auch wie die Würstchen sich fühlen ;-).

Würstchen in einer Vakuumsverpackung.


Wie groß der Druck ist, spürt ihr, wenn ihr versucht euch aus der Faust zu befreien. Dabei müsst ihr die Folie fast zerreißen, damit das geht.

Das ist ein super einfaches aber sehr anschauliches Experiment zum Wasserdruck. Es ist auch lustig für einen Forscher-Geburtstag.

Um diese Phänomene geht es in diesem Experiment für Kita und Sachunterricht:

  • Wasserdruck
  • Verdunstungskälte
  • Windchill-Effekt



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