Schnee plus Salz - Gefrierpunkt

Schnee plus Salz - Gefrierpunkt

Wisst ihr, warum bei Schnee- und Eisglätte Salz auf die Straßen gestreut wird? In diesem Experiment könnt ihr der Sache auf den Grund gehen.

  • Was ihr dazu braucht: Schnee oder zerstoßenes Eis aus der Tiefkühltruhe, Schüssel, Trinkglas, Thermometer
  • Schwierigkeitsgrad: einfach und ungefährlich
  • Altersempfehlung: ab sechs Jahren

Das Schnee plus Salz - Video-Experiment:

So wird das Schnee plus Salz Experiment gemacht:

Für dieses Experiment braucht ihr frischen Schnee oder gecrushtes Eis aus der Tiefkühltruhe. Füllt mal eine kleinere Menge Schnee in ein Glas ab und beobachtet, wie lange es dauert, bis der Schnee geschmolzen ist. Haltet dabei ein Thermometer in das Glas und beobachtet die Temperatur. Wie viel Grad Celsius zeigt das Thermometer an? Erwärmt sich der Schnee bei Zimmertemperatur?

Der Schmelzpunkt von Eis und Schnee ist bei 0 °C


Füllt eine größere Menge Schnee in eine Schüssel. Jetzt gebt mindestens ein halbes Päckchen Kochsalz zum Schnee und vermischt das Ganze ordentlich. Am besten macht ihr das mit einem Löffel, denn mit der Hand könnte es ganz schön kalt werden.

Ich rühre ein halbes Päckchen Salz in eine Schüssel voll Schnee


Was passiert, nachdem ihr das Salz in den Schnee hineingemischt habt? Schaut euch die Temperatur an. Achtet auch mal auf die Wandung eurer Schüssel außen.

Die Temperatur der Schnee Salz Mischung fällt auf -15 °C

Was passiert bei diesem Experiment und warum ist das so?

In einem extra Experiment habe ich euch gezeigt, was passiert, wenn Schnee schmilzt. Das dauert nämlich bei Raumtemperatur ganz schön lange. Der Schnee erwärmt sich auf 0° und hält die Temperatur, solange bis der letzte Rest Schnee geschmolzen ist. Denn 0 °C ist der Schmelzpunkt von Schnee und Eis oder der Gefrierpunkt von Wasser, je nachdem aus welcher Richtung ihr es betrachtet.

Wenn ihr aber Salz zum Schnee oder zum Eis gebt und das gut vermischt, kühlt sich die Mischung deutlich unter 0° C ab. Bei mir waren es fast -15 °C. Es dauert nicht lange, bis das Kondenswasser auf der Außenseite der Schlussschüssel gefriert. Es bildet sich eine dünne Eisschicht.

Das Kondenswasser auf der Schüssel beginnt von außen zu gefrieren


Dieses Phänomen nennt man Gefrierpunktserniedrigung. Reines Wasser gefriert bei 0 °C, aber wenn Salz im Wasser gelöst ist, wird der Gefrierpunkt oder Schmelzpunkt erniedrigt. Umgekehrt führt das dazu, dass eine Salzlösung erst bei viel tieferen Temperaturen einfriert. Deshalb werden Straßen auch mit Salz gestreut. Das Eis taut auf.

Es gibt aber noch ein anderes Anwendungsbeispiel. Wenn ihr Milchspeiseeis herstellen wollt, braucht ihr dazu auch Temperaturen weit unter 0°. Und wer keine Eismaschine hat, der kann so eine Eis-Salzmischung herstellen und damit die tiefen Temperaturen erzeugen.

Ihr könnt auch mal probieren, verschiedene Salzlösungen herzustellen mit unterschiedlichen Mengen Salz. Findet heraus, bei welcher Salzkonzentration die Lösung in der Tiefkühltruhe nicht mehr einfriert.

Um diese Phänomene geht es in diesem Experiment für Kita und Sachunterricht:

  • Schmelzpunkt und Gefrierpunkt
  • Lösung von Salz in Wasser
  • Gefrierpunktserniedrigung
  • Warum wird im Winter Salz gestreut?


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