Ei ohne Schale – Chemie Experiment in der Küche

Ei ohne Schale – Chemie Experiment in der Küche

Bestimmt habt ihr schon mal ein Ei gepellt. Man schlägt die Schale an und knibbelt sie dann Stückchen für Stückchen ab. Es geht aber auch anders. Ihr könnt die Schale namlich in Essig auflösen. Dabei kommt etwas sehr Erstaunliches heraus. In diesem Experiment zum Nachmachen könnt ihr das selbst ausprobieren.

  • Was ihr dazu braucht: ein rohes Ei, ein Marmeladenglas, Essigessenz, Schutzbrille
  • Schwierigkeitsgrad: einfach. Achtung Schutzbrille wegen der Essigsäure!
  • Altersempfehlung: ab acht Jahren, mit Hilfe eines Erwachsenen.


Hier geht's zum "Ei ohne Schale" Videoexperiment:


So geht das "Ei ohne Schale" Experiment:

Setzt euch für dieses Experiment eine Schutzbrille auf, denn der Essig, darf euch nicht in die Augen spritzen!

Legt ein rohes Ei vorsichtig in ein kleines Marmeladenglas. Gießt so viel Essigessenz in das Glas, bis das Ei vollständig bedeckt ist. Jetzt braucht ihr etwas Geduld. Das Ganze dauert ungefähr 24 Stunden.

An der Eierschale bilden sich kleine Bläschen aus Kohlenstoffdioxid


Was beobachtet ihr, kurz nachdem ihr den Essig eingefüllt habt?

Nach ein bis zwei Tagen könnt ihr den Essig abgießen und das Ei mit Wasser abspülen. Nehmt das Ei heraus und probiert aus, wie es sich anfühlt. Lasst es vorsichtig auf den Tisch fallen. Was passiert?

Ist die Kalkschale entfernt, kann man das Ei mit dem Finger eindrücken, ohne dass es kaputt geht.


Ein kleines Zusatzexperiment:
füllt den Deckel des Marmeladenglases mit Essig und stellt ein weiteres rohes Ei hinein. Damit das Ei nicht umfällt, könnt ihr es mit 2-3 Murmeln aufstellen.

Wir lösen nur einen Teil der Schale auf.


Lasst das Ganze wieder ein bis zwei Tage stehen. Danach könnt ihr das Ei in destilliertes Wasser einweichen. Das dauert dann noch mal einen Tag. Was ist jetzt passiert?

Die dünne Eihaut ist halb durchlässig. Sie lässt das Wasser rein aber das Innere des Eis nicht raus.


Was passiert bei diesem Experiment und warum ist das so?

Wie stabil die Eierschalen sind, haben wir euch in dem "stabile Eier"-Experiment gezeigt. Wenn die Schale intakt ist, könnt ihr sie nicht zerdrücken. Aber mit Essigessenz, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, könnt ihr die Eierschale ganz leicht auflösen.

Das dauert so ein bis zwei Tage. Dabei könnt ihr beobachten, dass sich kleine Bläschen auf der Oberfläche der Eierschale bilden. Diese Bläschen bestehen aus Kohlenstoffdioxid. Denn das ist Bestandteil der Schale. Die Schale besteht aus Kalk und der löst sich mit Säure auf und es entsteht Kohlenstoffdioxid auf.

Zurück bleibt die dünne und flexible Eihaut. Die habt ihr bestimmt schon mal zwischen den Fingern gehabt, wenn ihr ein Frühstücksei gepellt habt. Sie fühlt sich an wie Gummi und umhüllt das gesamte Ei. So habt ihr fast ein Gummi-Ei. Das ist sehr flexibel und springt wie ein Ball.

Wenn man das Ei pellt, kommt dünne Eihaut zum Vorschein.


Ihr könnt die Eierschale auch nur zum Teil auflösen. Wenn ihr dieses Ei dann in destilliertes Wasser einlegt, schwillt der Teil ohne die Kalkschale deutlich an und die Eierschale bekommt Rissen. Das liegt daran, dass die Eihaut durchlässig für das Wasser ist, aber das Innere des Eis nicht rauslässt. Die Eihaut ist halb durchlässig.

Um diese Phänomene geht es in diesem Experiment für Kita und Sachunterricht:

  • Chemie
  • Säure löst Kalk
  • Kalk enthält Kohlenstoffdioxid
  • Halbdurchlässige Membranen

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