Wasserglas mit Papier abdichten – Experiment zum Luftdruck

Wasserglas mit Papier abdichten – Experiment zum Luftdruck

Das ist ein Klassiker unter den Experimenten zum Nachmachen: ein Glas Wasser mit einem Blatt Papier luftdicht abschließen - geht das überhaupt? Na klar, in diesem kleinen Experiment könnt ihr das selbst ausprobieren. Außerdem erklären wir euch noch, was es mit dem Luftdruck auf sich hat und was der Unterschied ist zwischen einem Experiment und einem Zaubertrick.

  • Was ihr dazu braucht: ein Glas Wasser, Notizpapier oder Karteikarte
  • Schwierigkeitsgrad: einfach und ungefährlich
  • Altersempfehlung: ab sechs Jahren

Hier geht's zum Videoexperiment mit dem magischen Glas:


So geht der Trick mit dem Wasserglas:

Füllt einen Glas mit Wasser und legt ein passendes Stück Papier auf das Glas. Das kann zum Beispiel ein quadratischer Notizzettel sein. Haltet das Blatt Papier mit einer Hand fest und dreht nun das Glas vorsichtig um.

Das Wasserglas wird mit einem Blatt Papier abgedichtet.


Jetzt braucht ihr ein wenig Gefühl. Es dauert einen kurzen Moment, bis das Blatt gleichmäßig am Glasrand anliegt. Dann könnt ihr die Hand wegnehmen. Das Blatt Papier bleibt am Glas und verschließt es wasserdicht. Probiert mal aus, wie lange das Glas dicht hält.

Das Wasser fließt nicht raus. Nach einer Weile weicht das Papier auf.


Zu diesem Phänomen gibt es auch noch einen Zaubertrick mit einem Trick Glas. Den zeige ich euch auch noch im Video. Wenn ihr Lust auf den Trick habt, könnt ihr so ein Trickglas im Internet bestellen unter der Bezeichnung "Hydrostatisches Glas".

Das hydrostatische Glas ist ein Trinkglas mit einer durchsichtigen Kunststoffabdeckung.


Was passiert bei diesem Experiment und warum ist das so?

Mit ein wenig Übung gelingt es euch, das Wasserglas mit dem Papier dicht abzuschließen. Das liegt an einer Eigenschaft des Wassers, die sich Adhäsion nennt. Das Wasser wirkt dann sozusagen wie ein Klebstoff, der die Glaswand mit dem Papier dicht verbindet.

Aber warum fließt das Wasser nicht einfach raus, es ist es doch viel schwerer als das Blatt Papier?

Das liegt am Luftdruck, dem Gewicht der Luft, die uns umgibt. Und das ist viel größer als das Gewicht des Wassers im Glas. Der Luftdruck drückt von unten gegen das Blatt Papier und verhindert, dass das Wasser ausfließen kann.

Nach einer Weile weicht das Papier allerdings auf und es kann sein, dass von irgendwo her Luft in das Glas eindringt. Gleichzeitig fließt an der Stelle dann das Wasser aus und dabei löst sich das Blatt vom Glas. Mit einem Platsch ist das Glas leer.

Das Experiment könnt ihr auch als Wettspiel machen. Wer schafft es am längsten, das Glas dicht zu halten? Das ist ein großer Spaß auf einem Kindergeburtstag im Sommer draußen.

Das Trickglas, das ich euch im Video gezeigt habe, funktioniert nach dem selben Prinzip. Die durchsichtige Kunststoffscheibe wird auch vom äußeren Luftdruck festgehalten. Wenn ich das Papier wegziehe sieht es so aus, als ob das Wasser durch Magie im Glas festgehalten wird.

Aber es ist kein Trick, es ist Physik! Das ist der Unterschied zwischen einem Trick und einem Experiment. Bei einem Experiment versucht ihr, einem Phänomen auf den Grund zu gehen. Bei einem Trick wollt ihr euer Publikum täuschen und verblüffen. Beides macht natürlich Spaß.

Das hydrostatische Trickglas mit dem Kunststoffdeckel.


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